»Die Schönheit der Natur erbeuten«
Oder/Odra bei Urad/Aurith am 24. Januar 2010.
Gott sei Dank geht alles schnell vorüber. Nur der Schnee, der bleibt. Und soll. Man kann stapfen wie eine Bäuerin und wenn man verlegen ist, mit der Schuhspitze Muster malen. Und wenn man übermütig ist, mit dem ganzen Körper sogar einen Engel. 


Doof, ohne seelische Verwerfung fehlt mir der Input.
Aber wenn mich meine demnächst gezeugte Brut dereinst fragt, wie das so war, damals im Real-Life, dann antworte ich: Das war wie Weihnachten und Ostern zusammen an Sylvester mit der ganzen Familie. Wie Zimtsterne ohne Zimt aber mit Schokolade, wie das Happy End im Märchen, wie Nacktsein ohne Scham, wie Sex ohne Verpflichtung, wie wärmende Hände am schmerzenden Rücken. Wie wenn Werder Bremen Meister wird, wie wenn man den geliebten Menschen den eigenen Namen rufen hört, wie durch Riesenwolken wirbeln. Wie als man jung war, 'Smells like Teen Spirit' hörte, Rilke las und an die große Liebe glaubte. Letztlich wie die Stille nach dem ersten Kuss.
Und noch was: Da quält man sich jahrelang in Literaturpraktikums** mit rotzschlechter Literaturliteratur rum, um dann von einem für seine Verhältnisse blendend gelaunten @Vergraemer gleich fünf zuckersüße Wunderkinder präsentiert zu bekommen: Alexandra Tobor (@Silenttiffy), Frédéric Valin (@Freval), Sebastian Sachse (@spiros81), Jan Albert (@litteratur) und Michael Bukowski (@mbukowski).
Die würde ich nicht nur lesen, sondern reich und berühmt machen! Auch würde ich jetzt am liebesten zu jedem einzelnen was sagen, aber die Nacht war so lang und dieser Tag zu kurz. Nur meiner Geschlechtsgenossin Silent Tiffy möchte ich zuraunen: Deine Texte sind wie Punkrock mit Cello, wenn Sonnenlicht durch Kirchenfenster bricht. *
* Detail aus Silent Tiffys Dia-Vortrag 'Titten in der abendländischen Kunst'
** Aufgrund zahlreicher Einsendungen des korrekten Plurals, sei auf die Absichtlichkeit des Falschen hingewiesen. Zusammenhang und so. (Edit 1.1.10)
Mir fehlt es zur Zeit an gar nichts.*
* Ich führe seit vergangenen Montag ein bisschen ein neues Leben. Neeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiinnnnn, kein Mann - ich spare mich auf, wie oft soll ich das denn noch sagen! Auch fand ich die Liebe immer etwas zu anstrengend, irgendwie innerviert sie meinen Nervus Vagus zu heftig. Ich kann dann nicht nicht schlucken und nicht atmen. Das ist nun anders.
Der Rest der Story kommt noch, meine Herzchen.
Nun, ich war jung und brauchte den Staat.
Aber was ich zum heutigen Jubeläum eigentlich sagen wollte:
Ich liebe uns doch alle!


