1
Sep
2008

Berlin liegt am Meer

Oberbaumbrücke vom Kajak aus gesehen_31.August 2008
Die Kajaks am Landwehrkanal zu Wasser gelassen. Links und rechts säumen Trauerweiden und anderes Gebäum die Fahrrinne. Die da auf der Kanalmauer sitzen und die bloßen Füße baumeln lassen, lächeln; Kinder rufen aufgeregt und winken sich ihre Ärmchen fast ab. Und selbst arabische Dealer, türkische Gangster und deutsche Alkoholiker heben die Hände zum Gruß.
Es mag an der walbabyartigen Putzigkeit der Luftkajaks liegen. Oder weil die auf dem Wasser immer geschieden sind von denen an Land. (Letztlich ist der Mensch solidarisch.)
An der Schleuse drückt man einen Knopf und eine Stimme meldet sich aus einem fernen Off. Wie ein Orakel verkündigt sie die nächste Schleusung. Dahinter öffnet sich die Spree und fühlt sich ein bisschen wie Hochsee an. Ziemlich groß, wild und wellig. Der innere Kapitän erwacht. Bring dein Boot gut nach Hause!

30
Aug
2008

Off topic (II)

Ich guck' jetzt Boxen.

Faustkampf-Riese mit Trainer-Zwerg.

28
Aug
2008

26
Aug
2008

Unser Mann im All

Heute vor 30 Jahren.

Nicht nur, dass wenige Tage vor dem Start eigenartige senffarbene Wolken aufgetaucht waren und kurz nach dem Überflug des Bermudadreiecks sonderbare blaue Blitze aufleuchteten, nein, nicht genug damit, es boten sich uns auch noch einzigartige Bedingungen für die Polarlichtbeobachtung. Die geheimnisvoll anmutenden Bewegungen dieser grauen Wände, die sich plötzlich zu riesigen Säulen, Bögen und Schleiern formten und sogleich wieder zusammenfielen, erzeugten in mir den Eindruck, überdimensionalen Märchenspielen beizuwohnen.

25
Aug
2008

Luftpost!

Wie glücklich ist Anousch, nunmehr bereichert um diese wunderbaren Zeppeliniana:

Zeppeliniana_3Zeppeliniana_1

[Zum Vergrößern bitte klicken!]

Es sind drei Gläser, die mir unser Freund Albert luftpostalisch hat zukommen lassen (mit dem korrekten Titel auf dem Paket: "Luftsch. Kap.").
Sie alle sind nun recht herzlich zu einem Umtrunk eingeladen, auf dass die Gläser reihum wandern.

Die schöne Vorgeschichte zum schönen Geschenk.

Lieber Albert, ich danke Ihnen von ganzem Kapitäninnenherzen und lade Sie zu einem Flug über die Erntefelder meiner nordöstlichen Heimat ein - und wer weiß, wohin der Wind uns weht...


Es grüßt Sie
Ihre Anousch

20
Aug
2008

Animal triste (I)

Wal sucht Mutter Wie ein Staubsauger lutschte er am Boot Das Walbaby hatte sich am 18. August an eine Yacht in der Pittwater Bucht in der Nähe von Sydney geheftet und versucht, an dem Schiff zu saugen. Der Segler Peter Lewis wachte auf, als er Sauggeräusche am Rumpf hörte. „Es klang wie ein riesiger Staubsauger, mit dem jemand versuchte, am Bootsboden zu lutschen”, sagte er dem Radiosender ABC. Es sei ein sehr trauriger Anblick gewesen. Der kleine Wal habe eine Stunde lang an seinem Boot gesaugt. Dann „hörte es sich so an, als habe er geseufzt und hätte verstanden, dass es nicht funktioniert“.

Das ganze Drama.

18
Aug
2008

Tage wie dieser

Mehr denn je möchte ich Traktoristin werden.

17
Aug
2008

Agape

Agape

Agape (2. v.r., Detail des Brüggemann-Altars aus dem Schleswiger Dom) 16. August 2008


agapao (griech.) bedeutet "sich zufrieden geben mit etwas", aber auch "jemanden mit Achtung behandeln, bevorzugen".

14
Aug
2008

Off topic

Auch dieses Wochenende kommt mir eine und nicht meine Hochzeit in die Quere und hält mich vom Bloggen ab. Immerhin in Kappeln an der Schlei.

Sommerhochzeiten. Man muss die Größe haben und im November heiraten.

4
Aug
2008

Der Wind

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind
tanzt durch alle Ritzen.

Wo er her kommt, wo er hin geht.

Und welches Lied hat Ihnen der Wind erzählt?

26
Jul
2008

Helvetische Nacht*

Komme gerade von einem Empfang der Schweizer Botschaft. Die Versprechen vorab: Bekannte (nicht-schweizerische) zu treffen, ein vorzügliches Aperó und Live-Musik. Die angekündigte deutsch-französische Lyrik-Lesung habe ich in der Abendsonnenwärme über mich ergehen lassen. In der Pause saß ich am Wasser. Dann hörte ich, dass zu Beginn des zweiten Teils jemand Gedichte zu skandieren anfing, also bin ich Fluglinie 20 Meter am Wasser sitzen geblieben. Wenn jemand Gedichte skandiert, empfinde ich Scham. Da versuche ich wegzuhören.
Beim Empfang glaubte ich, in der Schweiz sei die Armut ausgebrochen. Doch ich konnte in Erfahrung bringen, dass die Hausmeisterin alles in Handarbeit alleine zubereitet hat und somit wusste ich die Edamer-Sticks und Bacon-Chips entsprechend zu würdigen.
Zwischendrin und hinterher gab es Jazz. Mein Verhältnis zum Jazz ist noch ungeklärt, aber nachdem ich mich davon überzeugt hatte, dass (auch) hier nicht mein zukünftiger Ehemann und Vater meiner Kinder anwesend war, habe ich mich ganz der Musik hingegeben. Isoliert, ohne etwas zu wollen. Aber irgendwann will ich etwas. Ich hatte schon eingesehen, dass ich nicht auf meine Kosten kommen würde, was immer das heißt, aber es war Sommer, es war Nacht und Segelboote mit Backbord-und Steuerbord-Lichtern leuchteten rot und grün durch die warme Dunkelheit.
In der Bar gabs dann endlich Unterhaltung. Ein Pärchen, das sich demnächst vermählen wird, übertrumpfte sich gegenseitig in einem höchst vergnüglichen Witze-Erzähl-Contest, eine attraktive 51-Jährige (wie meine Mama: attraktiv und 51-jährig) wollte mich in Männer-Kunde erziehen und schließlich kam ich noch zu meinem einzigen Flirt an diesem Abend - mit der Praktikantin des Hauses, die mir schon die ganze Zeit über aufgefallen war. Eigentlich suche ich ja noch nach einer Gespielin, die mir und dem Chauffeur gefällt. Drei sind nicht unbedingt eine(r) zu viel.
Und so sehr wie ich tagsüber in und an Berlin leide, so sehr spüre ich nachts eine große Gelöstheit. Gar in Nächten wie dieser, mit fast nichts am Leib.

[*Die Veranstaltung fand übrigens nicht in der Schweizer Botschaft statt, sondern wurde andernorts von ihr ausgetragen. Direkt auf der innerstädtischen Spree ist das Segeln auch längst nicht so schön.]

24
Jul
2008

My first Love-Parade!

P1010984Here we go. P1010987 Black Power.
P1010989Endstation Unterholz.
Obama1
Messias im Säulengang.

23
Jul
2008

Götz, ich will ein Kind von Dir!

Goetz George
In jungen Jahren warst Du eigentlich zu schön für einen Mann. Da hättest Du mich überhaupt nicht interessiert. Aber das fällt ja zum Glück weit vor meine Lebenszeit. Und in den ca. zwanzig Jahren, in denen ich Dich nun kenne, bist Du immer, immer erotischer geworden. Durch Dich wurde das vollkommen Unmögliche möglich: einen nuschelnden Mann aus Duisburg im beigen Parka, mit Schnauzbart und Eidotter an den Lippen zu lieben. Ja, ja, ist schon gut - bevor Du jetzt anfängst rumzufluchen vonwegen "Diese verdammte Schimanski-Scheiße!" (ah, ich mag es, wenn Du so rumwütest), lass Dir gesagt sein, dass es mir ganz egal ist, was oder wen Du spielst: Es kribbelt immer!

Und dann dieser Satz: "Ich bin doch um Gottes Willen nicht intellektuell. Ich bin der Naivsten einer."
Heute hattest Du deinen 70. Geburtstag. Ich würde ja so gern einmal Solo für Klarinette mit Dir spielen.

18
Jul
2008

o.T.

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Terra Euphorica

Das Frühwerk

(*)

Nach Ithaka heimzukehren, dabei ist es geblieben, erfordert und verlohnt den weitesten Umweg. Hans Blumenberg

___Zwitschern___

___Fundgrube___

 

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Hier gilt Urheberrecht. Beschwerde- oder Fanpost ist zu richten an: anja.odra bei web.de.

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___Dein Status, Baby:___

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* * *

You are The Empress

Beauty, happiness, pleasure, success, luxury, dissipation.

The Empress is associated with Venus, the feminine planet, so it represents, beauty, charm, pleasure, luxury, and delight. You may be good at home decorating, art or anything to do with making things beautiful.

The Empress is a creator, be it creation of life, of romance, of art or business. While the Magician is the primal spark, the idea made real, and the High Priestess is the one who gives the idea a form, the Empress is the womb where it gestates and grows till it is ready to be born. This is why her symbol is Venus, goddess of beautiful things as well as love. Even so, the Empress is more Demeter, goddess of abundance, then sensual Venus. She is the giver of Earthly gifts, yet at the same time, she can, in anger withhold, as Demeter did when her daughter, Persephone, was kidnapped. In fury and grief, she kept the Earth barren till her child was returned to her.

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