16
Jul
2008

Cicerone!

Willem van Wulfen
Ich habe den freundlichsten Postboten der Welt. Ich weiß nicht, wie er heißt, aber er hat einen fröhlichen Schnauzbart und längeres, fliehendes Haar. Eben überreichte er mir zur Tagespost noch ein Päckchen, darin sich Willem van Wulfens Pamphlet des Hedonismus, Der Genussmensch. Ein Cicerone im rücksichtslosen Lebensgenuss, befand. Der Absender dieses schönes Geschenkes ist kein geringerer Hedonist als unser Wunderheiler Dr. Schein. Das Buch ist mit einer lieben Widmung versehen, die ich inniglich beherzigen werde. Vielen Dank, lieber Schein!

Die vier Hauptstücke sind u.a. in derlei Kapitel gegliedert: Vom Wesen der Lust, Moderner Genußstil, Genußtugenden des Geistes und Sie ahnen schon zu Recht - dieses Werk ist eine, vielleicht die Theorie des Bloggens.
Zu Plaisir und Nutzen aller sollen hier in loser Folge Zitatperlen zu einem Geschmeide aufgereiht werden.

11
Jul
2008

Nonpareille I

Pinwände sind ja an Biederkeit durch fast nichts zu überbieten. Jetzt habe ich auch eine, eine kleine zwar, aber dennoch muss ich mich an das von Sperrholzleisten umrahmte Kork-Geviert erst gewöhnen. Daran pinnt nun der aus tausend Zettelchen auf einen A4-Bogen zusammengefasste Masterplan zu finanzieller Sorglosigkeit, Ruhm und Lebensglück.

Vorhin rieselten Erfurter Rotstern-Nonpareille-Streuselchen in die Rillen der Tastatur. Wenn man sie jetzt hin- und herbewegt, dann klingt das wie ein Regenmacher.

Und den Sportsfreunden sei dieses herrliche Sloterdijk-Interview empfohlen: "Wir sind, glaube ich, die einzige Nation auf der Welt, wo man an ehrliche Neuanfänge glaubt. Wir bleiben unberechenbar, 1945 wurden wir demokratisch, 2007 dopingfrei."
Ich mag den alten Fuchs.

8
Jul
2008

Wünsch Dir was!

Jahrmarkt

(c) Anousch

Hinabgestoßen in den "trüben Brunnen neurotischer Selbstbespiegelung" (Dr. Schein), bleibt mir nichts, als die alsbaldige Abschaffung des BAföGs zu fordern!

Hätte ich, anstatt akademische Mätzchen zu treiben, einen anständigen Beruf gelernt, gäbe es jetzt wenigstens Aussichten auf einen Job. Aber der alteuropäische Wahnsinn von Gleichheit und Gerechtigkeit ist schuld daran, dass auch wir Arbeiter-und Bauernkinder Fabrik und Scholle verlassen haben, um getäuscht von den Verlockungen der staatlichen Alimentierung, eine Ausbildung zu genießen (!), die uns hernach in eine finanzielle Finsternis und weit hinter die Einkommensmöglichkeiten unserer Vorfahren verbannt.

In einer echten Klassengesellschaft, einer, die nicht nur simuliert, eine zu sein, würde/müsste ich von 8.oo-16.oo Uhr einer geregelten Arbeit nachgehen, da mir die Wege zu Höherem, zu Flausen also, versperrt gewesen wären wie sintemal Bileam und seiner Eselin der Weg durch einen Engel versperrt wurde, auf dass er das auserwählte Volk nicht verfluche (4. Mose 22.23ff).
So aber bin ich genötigt, dieser verfuckten 'transzendentalen Obdachlosigkeit', die wir an der Universität noch so prickelnd fanden, (damals als sie uns Bedürftigen BAföG und sogar Studienkredite hinterhergeschmissen haben) was entgegenzusetzen.

Im Freundes-und Verwandtenkreis haben alle, die eine Berufsausbildung absolviert haben, bereits Häuser gebaut, die Tendenz geht zum Drittwagen. Und das im Osten!

Und auch mit meinem Luftschifferpatent sind zur Zeit keine Blumentöpfe o.ä. zu gewinnen.

Ich werde mich wohl umschulen lassen müssen.

5
Jul
2008

Endlich: Führer enthauptet!

Orgasmus hier Hitler da

[Quelle: web.de]

3
Jul
2008

Das Holz, das Wasser, der Stein

bw4 bw3 bw1 bw2
Ein Land für Männer mit schwerem Gerät.

30
Jun
2008

Zurück auf Los


Anousch fängt nochmal von vorne an.

27
Jun
2008

Road-Movie

...noch ein bisschen Norwegen.
Hank
Wie wundersam, wenn man eine Reise als Road-Movie begreift und zum Ende bei "Hanks Place" in Sigridnes landet.
Das ist Hank.Hank himself
Und das ist sein Tourwagen.Turvogn

Hanks Leben ist der Campingplatz und die Country-Musik.
Hank sieht ein bisschen verlebt aus. Aber Hank ist von einer niederzwingenden Freundlichkeit. Mit seiner samtigen Stimme antwortet er auf alle Bitten mit "Of Course" und nickt dabei den Kopf einverständlich. Natürlich können wir unser Zelt aufbauen, wo wir wollen und natürlich dürfen wir in "Hanks Place" kochen, falls es wieder zu regnen anfängt (aber überall, wo wir hin kamen, hörte der Regen auf und wich Sonnenschein.) Und natürlich dürfen wir Hanks Kanus benutzen. Of course.
Hanks Souveränität ist größer als der Mythos von Nashville. Auch weil er weiß, dass er in der besten aller Welten lebt.

"Hanks Place" ist einer der drei coolsten Orte auf der Erde. Und es ist mir eine Verpflichtung, mein Versprechen dereinst einzulösen:
One day I'll come back and then I'll sing a song.

Road-Movie, bebildert.

Anouschs Norwegen von Tag zu Tag gibt es hier.

25
Jun
2008

Mein schöner Türke

Ist natürlich kein Türke. Aber ich überhöhe meine Männer gerne ethnisch. Wahlweise auch zu 'mein schöner Pole' oder 'mein schöner Russe'. Aber niemals zu Franzosen, gar Italienern. Da schwingt so etwas mediterran-parfümiertes mit, etwas, das auf inszeniertes Einverständnis zielt. Aber ich mag das Ungleichgewicht. Diesen insgeheimen prä-feministischen Romantizismus.
Wie schön sich das anfühlt, nach der anatolischen Rasur über die männlichen Wangen zu streicheln. Mit den Lippen.

Mein Tipp für heute Abend: 3:0 für meine Jungs. Also die deutschen, die ja häufig polnischstämmig sind.

24
Jun
2008

Stein und Sein

Norge1
Fällt diese Landschaft noch in die Zuständigkeit eines Gottes?

Norge2
Grübelt Anousch im Angesicht ihres ersten Fjells.

23
Jun
2008

4125 km

Gebräunt und muskulös und trotz manchem guter Dinge meldet sich Anousch zurück! In den zwölf Nächten, da sie nur eine dünne Zeltmembran vom unbestirnten, da mitternachtssonnigen Himmel trennte, hat Anousch so gut geschlafen wie letztmalig als Säugling und viel, viel geträumt. Auch vom (von) Blogge(r)n.

Nun erstmal Wäsche waschen, Blumen gießen, Post sichten. Und dann den Film im Kopf auf slow-motion stellen, um zu erzählen. Aufgeschrieben habe ich gar nichts. Nur geschaut. Und den Auslöser betätigt.

Seien Sie alle herzlich gegrüßt!

6
Jun
2008

Anousch on the Road again

Wahrscheinlich weil ich Reisen (zu) aufregend finde, lasse ich mich immer erst drei Tage vorher mental und auch aktiv darauf ein. Seien Sie daher nicht allzu überrascht - ich bin es ja auch -, dass ich heute zum Zwischenstopp nach Hamburg fahre und am Samstag weiter nach Nord-Dänemark, um dann nächtens auf dem Wasserweg nach Süd-Norwegen überzusetzen. Mit Auto, Chauffeur, Kajak, Zelt und Trangia-Kocher.

Sollte es in der ontologischen Landschaft ein Internetcafé geben, so werde ich einen kleinen Gruß senden. Sie alle fehlen mir ja jetzt schon!
Bleiben Sie mir gewogen! Zum Viertelfinale bin ich wieder da.


Herzlich,
Ihre Anousch

2
Jun
2008

Mein Innerstes

CT NNH

"Computertomographie des Gesichtsschädels vom 30. Mai 2008

Klinik und Indikation:
Verdacht auf chronische Sinusitis.
Untersuchungstechnik:
Multislicespirale, Low dose, axile und koronare Rekonstruktion.
Befund:
Normal angelegtes Nebenhöhlensystem, im Gesichtsschädel keine Destruktionen, hypoplastische Stirnhöhlen.
Die paranasalen Sinus sind normal transparent. Keine Sinusitis. Mittelständiges Nasenseptum. Hyperplastische Nasenmuscheln beiderseits."

Therapie: Cortison-Nasenspray, Atemtherapie (zahlt sogar die Kasse).

30
Mai
2008

Driving Home

Übers Wochenende.

28
Mai
2008

Meine Rosen tragen schwer an ihren Blüten

Rosen

[Aus der Reihe: 'Bedeutungsschwangere Metaphern']

[Und aus der Reihe: 'Wenn mindestens zwei das Gleiche denken an einem Tag'*]

*Mir kam der Gedanke um ca. 17 Uhr, wie man am Licht sieht.

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Terra Euphorica

Das Frühwerk

(*)

Nach Ithaka heimzukehren, dabei ist es geblieben, erfordert und verlohnt den weitesten Umweg. Hans Blumenberg

___Zwitschern___

___Fundgrube___

 

___Landrecht___

Hier gilt Urheberrecht. Beschwerde- oder Fanpost ist zu richten an: anja.odra bei web.de.

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Zuletzt aktualisiert: 19. Mär, 12:12

___Dein Status, Baby:___

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___After Work___

* * *

You are The Empress

Beauty, happiness, pleasure, success, luxury, dissipation.

The Empress is associated with Venus, the feminine planet, so it represents, beauty, charm, pleasure, luxury, and delight. You may be good at home decorating, art or anything to do with making things beautiful.

The Empress is a creator, be it creation of life, of romance, of art or business. While the Magician is the primal spark, the idea made real, and the High Priestess is the one who gives the idea a form, the Empress is the womb where it gestates and grows till it is ready to be born. This is why her symbol is Venus, goddess of beautiful things as well as love. Even so, the Empress is more Demeter, goddess of abundance, then sensual Venus. She is the giver of Earthly gifts, yet at the same time, she can, in anger withhold, as Demeter did when her daughter, Persephone, was kidnapped. In fury and grief, she kept the Earth barren till her child was returned to her.

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