Turmalin
Heute habe ich in meiner Lieblingsdrogerie dm, in der ich schon Geld im Wert eines (neuen) Mittelklassewagens gelassen habe, eine Holzbürste mit Edelstein Turmalin gekauft. Sie verfügt über mit hochwertigem Mineralpuder aus dem Edelstein Turmalin angereicherte Kunststoffmassageborsten und verheißt eine sanfte, wohltuende Massage und eine anregende und energetisierende Wirkung.
Vor allem aber ist diese Haarbürste nun eine Reminiszenz an mein Magisterarbeitsthema (Gutachten steht noch aus) Adalbert Stifter, in dessen gleichnamiger Erzählung es vom Edelstein heißt:
Der Turmalin ist dunkel, und was da erzählt wird, ist sehr dunkel.
Vor allem aber ist diese Haarbürste nun eine Reminiszenz an mein Magisterarbeitsthema (Gutachten steht noch aus) Adalbert Stifter, in dessen gleichnamiger Erzählung es vom Edelstein heißt:
Der Turmalin ist dunkel, und was da erzählt wird, ist sehr dunkel.
Anousch O. - 29. Sep, 21:22
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books and more - 9. Nov, 23:35
Stifter
By the way habe ich gestern abend 'Turmalin' mal wieder gelesen. Der erste Satz ist in der Tat fantastisch, dunkel. An Stifter kann man sich schon berauschen und ich habe das lesenderweise schon oft getan.
Was genau war denn Ihr M.A.-Thema, wenn ich fragen darf? Stifter so allgemein oder Stifter in der kosmetischen Rezeption des 21. Jahrhunderts? ;-)
Was genau war denn Ihr M.A.-Thema, wenn ich fragen darf? Stifter so allgemein oder Stifter in der kosmetischen Rezeption des 21. Jahrhunderts? ;-)
Anousch O. - 10. Nov, 13:22
Stifter
"Rausch" trifft es - immer wieder. Auch nach Jahren der Stifter-Lektüre bin ich gleichzeitig gefesselt und ratlos ob solch verstörender Meisterschaft. In meiner Mag-Arbeit wollte ich dem Faszinosum und ergo den Eigentümlichkeiten der Stifterschen Sprache auf die Spur kommen. Das war, wenn überhaupt, nur über rhetorische und (wirkungs)-ästhetische Gesichtspunkte zu fassen. Ich habe mich dabei der Begriffe "Pathologie", "Pathographie" und "Graphomanie" bedient, (sie um ihre enzyklopädischen Bedeutungen erweitert) und als rhetorische Marker etabliert. Der Titel lautet: "Ich mache Schwarzbach!"- Pathographische Tendenzen im Schreiben Adalbert Stifters. Natürlich fußt das Ganze auf Insonderheit poststrukturalistischen Theorien, aber da ich finde, dass alles Geschriebene auch unterhalten sollte, habe ich mich um essayistischen Fluss, statt theorielastiger Sperrigkeit bemüht. Wenn es Sie interessiert, könnte ich Ihnen gegen ein geringes Entgelt (Materialkosten) ein Exemplar zukommen lassen. (Allerdings will ich noch das Gutachten abwarten und meine Prüfungen absolvieren bis Ende des Monats). Denn trotz Freude über das web 2.0., bin ich was derlei angeht noch old fashioned: das haptische Moment, Papier: ganz großes Thema!
books and more - 10. Nov, 13:59
Das würde ich in der Tat gerne lesen. Die Materialkosten bekommen Sie dann in Form schöner (gültiger) Briefmarken zurückerstattet, was mir, um Ihnen dieselben zukommen zu lassen, die Gelegenheit gibt, in meinem Papiermaterialfundus zu kramen und mal wieder einen richtigen schönen Papier-Brief zu machen, super!
[Als Überschrift für diesen Kommentar habe ich nach einem Wort für 'Papier-Sucht' analog zu 'Bücher-Sucht' ('Bibliomanie' oder besser 'Bibliopathie', um näher bei Ihrem Text zu bleiben) gesucht, kam aber auf nichts wirklich Überzeugendes]
[Als Überschrift für diesen Kommentar habe ich nach einem Wort für 'Papier-Sucht' analog zu 'Bücher-Sucht' ('Bibliomanie' oder besser 'Bibliopathie', um näher bei Ihrem Text zu bleiben) gesucht, kam aber auf nichts wirklich Überzeugendes]
Anousch O. - 10. Nov, 17:46
Gut! So Anfang Dezember schicke ich Ihnen ein Exemplar. Und Briefmarken sind ja was herrlich anachronistisches!
books and more - 10. Nov, 18:36
Prima,
bis dahin ist auch meine offizielle RL-Website fertig und ich kann entspannt, ohne Baustellenmütze und mit zurechtgerücktem Krawattenknoten meine echte Adresse rausrücken :-)
Ja, Briefmarken (zumindest die vor der Selbstklebe-Ära) sind herrlich. Wie alles Papier. Außerdem kann man damit wunderbar herumspielen: Farben, Sinnbezüge, Metaphern ... Zu Stifter würden z.B. Marken mit Edelsteinen passen.
Ja, Briefmarken (zumindest die vor der Selbstklebe-Ära) sind herrlich. Wie alles Papier. Außerdem kann man damit wunderbar herumspielen: Farben, Sinnbezüge, Metaphern ... Zu Stifter würden z.B. Marken mit Edelsteinen passen.
Anousch O. - 10. Nov, 21:27
Ausgeheckt und abgemacht!







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