4
Feb
2010
28
Jan
2010
»Die Schönheit der Natur erbeuten«
Oder/Odra bei Urad/Aurith am 24. Januar 2010.
11
Jan
2010
Polar
Gott sei Dank geht alles schnell vorüber. Nur der Schnee, der bleibt. Und soll. Man kann stapfen wie eine Bäuerin und wenn man verlegen ist, mit der Schuhspitze Muster malen. Und wenn man übermütig ist, mit dem ganzen Körper sogar einen Engel. Die Zeiten der Eisblumen sind längst vergangen und vermutlich stirbt auch kein Seemann mehr, wenn man die Zigarette an einer Kerze anzündet. Weit oben im Norden jedoch, wo das Eis noch wie ein Käppchen auf der Welt liegt, da treibt ein führerloses Boot.
Ich taumle jenseits der Baumgrenze. Aber das ist nur ein Satz.
4
Jan
2010
Jänner, Diorama
Berlin ist auch nur ein Märchenwald.
Unseren Spuren im Schnee
folgt die Glücksfee. (Ein Reim ist stets ein gutes Omen.)
Ich mag Dein Neujahrslachen
So wie den Trost.
Und die Art, wie Ihr redet.
Jänner.
Und dass am Ende der Nacht
das letzte Glas noch nicht getrunken ist.
Auf die Freundschaft!
Die Wintersonne gleitet
in Augenhöhe über den Horizont.
Es leuchtet
Ein Diorama aus kupfergold und eisblau.
Es sind
Mann und Frau
Mann und Frau



31
Dez
2009
Bilanz
das Herz,
das lacht.
17
Dez
2009
Die rührendste Rechnung des Jahres
8
Dez
2009
1
Dez
2009
Wie Punkrock mit Cello - Das 2. Jour Fitz
Doof, ohne seelische Verwerfung fehlt mir der Input.
Aber wenn mich meine demnächst gezeugte Brut dereinst fragt, wie das so war, damals im Real-Life, dann antworte ich: Das war wie Weihnachten und Ostern zusammen an Sylvester mit der ganzen Familie. Wie Zimtsterne ohne Zimt aber mit Schokolade, wie das Happy End im Märchen, wie Nacktsein ohne Scham, wie Sex ohne Verpflichtung, wie wärmende Hände am schmerzenden Rücken. Wie wenn Werder Bremen Meister wird, wie wenn man den geliebten Menschen den eigenen Namen rufen hört, wie durch Riesenwolken wirbeln. Wie als man jung war, 'Smells like Teen Spirit' hörte, Rilke las und an die große Liebe glaubte. Letztlich wie die Stille nach dem ersten Kuss.
Und noch was: Da quält man sich jahrelang in Literaturpraktikums** mit rotzschlechter Literaturliteratur rum, um dann von einem für seine Verhältnisse blendend gelaunten @Vergraemer gleich fünf zuckersüße Wunderkinder präsentiert zu bekommen: Alexandra Tobor (@Silenttiffy), Frédéric Valin (@Freval), Sebastian Sachse (@spiros81), Jan Albert (@litteratur) und Michael Bukowski (@mbukowski).
Die würde ich nicht nur lesen, sondern reich und berühmt machen! Auch würde ich jetzt am liebesten zu jedem einzelnen was sagen, aber die Nacht war so lang und dieser Tag zu kurz. Nur meiner Geschlechtsgenossin Silent Tiffy möchte ich zuraunen: Deine Texte sind wie Punkrock mit Cello, wenn Sonnenlicht durch Kirchenfenster bricht. *
* Detail aus Silent Tiffys Dia-Vortrag 'Titten in der abendländischen Kunst'
** Aufgrund zahlreicher Einsendungen des korrekten Plurals, sei auf die Absichtlichkeit des Falschen hingewiesen. Zusammenhang und so. (Edit 1.1.10)
21
Nov
2009
13
Nov
2009
Ich so
Mir fehlt es zur Zeit an gar nichts.*
* Ich führe seit vergangenen Montag ein bisschen ein neues Leben. Neeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiinnnnn, kein Mann - ich spare mich auf, wie oft soll ich das denn noch sagen! Auch fand ich die Liebe immer etwas zu anstrengend, irgendwie innerviert sie meinen Nervus Vagus zu heftig. Ich kann dann nicht nicht schlucken und nicht atmen. Das ist nun anders. Der Rest der Story kommt noch, meine Herzchen.
9
Nov
2009
Vor 20 Jahren
Nun, ich war jung und brauchte den Staat.
Aber was ich zum heutigen Jubeläum eigentlich sagen wollte:
Ich liebe uns doch alle!
30
Okt
2009
Systemkritik (#1)

Kapitalismus mit den Nachteilen des Sozialismus ist doch auch Scheiße.
Ich renne seit Tagen vergeblich durch die Stadt auf der Suche nach einer 0.5 Liter Isolierkanne. Enzymtabletten für harte Kontaktlinsen sind im Moment absolute Mangelware. Und versuchen Sie mal gescheite Vorhänge zu bekommen! Ganz zu schweigen von passenden Staubsaugerbeuteln. Oder großen Schuhanziehern (Coole Stiefel gabs neulich. Für kurze Zeit.) Zudem scheinen halbwegs ansehnliche Wachstuchdecken nur unterm Ladentisch an Privilegierte verteilt zu werden.
Und um meine kaputte Heizung kümmert sich auch kein Aas.
27
Okt
2009
"Was ist der Hashtag?" - Das 1. Jour Fitz

O.k., dass ich wieder nicht den Mann meines zukünftigen Lebens treffen würde war klar, trotz Eisprung und somit günstiger Hormonkonstellation. Dass aber alle, wirklich alle, ausnahmslos alle und jeder über ein Smartphone verfügte und somit an den Kreislauf des Lebens und der Dinge angeschlossen war, während mir nur der Übersprungshandlungsgriff zum stummen Handy (Baujahr 1992) blieb, hat mich in einen finsteren Abgrund der Frustration gestürzt. Allein der Begriff 'Handy'! Der muss doch in den Ohren meiner smartphonenden Twitter-Kameraden klingen wie ein Lemma aus dem Lexikon der bedrohten Wörter.
Ich frage mich neidlos aber ernsthaft, wie Leute, die scheinbar nichts anderes machen, als eine Timeline nach der anderen zu ziehen, sich so etwas leisten können. Bestimmt arbeiten sie in den kleinen Zwitscherpausen hart und unerbittlich und tun nur so als würden sie den ganzen Tag vor sich hin prokrastinieren. Und wahrscheinlich bin ich mit mir zu selbstidentisch.
Da ich weder ein Medium zum Twittern noch ein Lebewesen zum Flirten hatte, habe ich mich nach dem Schlussapplaus schnell davon gestohlen. Jetzt werdet Ihr zu recht einwenden, dass das mit der Flirterei ja nix werden kann bei meinem Aufbruchstempo. Stimmt, aber ich spüre das wie ein Fluidum, ob jemand anwesend ist, der sich von Landwirtschaft, Luftschifferwesen und Fußball nicht gelangweilt fühlt. Andere Themen habe ich leider nicht drauf.
Ansonsten war das 1. Jour Fitz aber recht unterhaltlich. Der in unserer kleinen Welt berühmte Vergraemer aka. Jan-Uwe Fitz und vice versa gab einen launigen Conferencier und geschickten Mikrophonhalter. Lisa Rank aka. Kumullus las aus ihrem demnächst erscheinenden Roman Und im Zweifel für dich selbst. Obwohl ich kein Fan von Introspektiven bin, hat mir der Text wirklich sehr gefallen: Die sprachliche Präzision, die Zerbrechlichkeit und die Keckheit, die trotz des traurigen Themas immer wieder durchbricht. André Krüger aka. Bosch und Michael Bukowski aka. mbukowski waren auch toll, aber das könnt Ihr beim Gastgeber besser nachlesen.
Twitter ist vom Teufel. Ihr, die Ihr bislang standhaft wart: Fangt gar nicht erst damit an! Und wenn, steckt Euch doch mal bei solchen Versammlungen ein Namensschildchen ans Revers. Dann klappt's vielleicht auch mit dem Flirten.

20
Okt
2009
Personografie
Person
Per-Sono
per sonus
Durch den Schall.
(Ich bin eher so der visuelle Typ. Hab ein Personen-Visum.)



















