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1
Dez
2009

Wie Punkrock mit Cello - Das 2. Jour Fitz

Jour Fitz 2*

Doof, ohne seelische Verwerfung fehlt mir der Input.
Aber wenn mich meine demnächst gezeugte Brut dereinst fragt, wie das so war, damals im Real-Life, dann antworte ich: Das war wie Weihnachten und Ostern zusammen an Sylvester mit der ganzen Familie. Wie Zimtsterne ohne Zimt aber mit Schokolade, wie das Happy End im Märchen, wie Nacktsein ohne Scham, wie Sex ohne Verpflichtung, wie wärmende Hände am schmerzenden Rücken. Wie wenn Werder Bremen Meister wird, wie wenn man den geliebten Menschen den eigenen Namen rufen hört, wie durch Riesenwolken wirbeln. Wie als man jung war, 'Smells like Teen Spirit' hörte, Rilke las und an die große Liebe glaubte. Letztlich wie die Stille nach dem ersten Kuss.

Und noch was: Da quält man sich jahrelang in Literaturpraktikums mit rotzschlechter Literaturliteratur rum, um dann von einem für seine Verhältnisse blendend gelaunten @Vergraemer gleich fünf zuckersüße Wunderkinder präsentiert zu bekommen: Alexandra Tobor (@Silenttiffy), Frédéric Valin (@Freval), Sebastian Sachse (@spiros81), Jan Albert (@litteratur) und Michael Bukowski (@mbukowski). Die würde ich nicht nur lesen, sondern reich und berühmt machen! Auch würde ich jetzt am liebesten zu jedem einzelnen was sagen, aber die Nacht war so lang und dieser Tag zu kurz.
Nur meiner Geschlechtsgenossin Silent Tiffy möchte ich zuraunen: Deine Texte sind wie Punkrock mit Cello, wenn Sonnenlicht durch Kirchenfenster bricht. *

* Detail aus Silent Tiffys Dia-Vortrag 'Titten in der abendländischen Kunst'

21
Nov
2009

Die ganz große Liebe

Die ganz große Liebe (Werder Bremen)

Ohne Worte. Einfach genießen.*

*

Foto: Jule Eisendick

13
Nov
2009

Ich so

Ich so

Mir fehlt es zur Zeit an gar nichts.*

* Ich führe seit vergangenen Montag ein bisschen ein neues Leben. Neeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiinnnnn, kein Mann - ich spare mich auf, wie oft soll ich das denn noch sagen! Auch fand ich die Liebe immer etwas zu anstrengend, irgendwie innerviert sie meinen Nervus Vagus zu heftig. Ich kann dann nicht nicht schlucken und nicht atmen. Das ist nun anders. Der Rest der Story kommt noch, meine Herzchen.

9
Nov
2009

Vor 20 Jahren

Urkunde 1989

Nun, ich war jung und brauchte den Staat.
Aber was ich zum heutigen Jubeläum eigentlich sagen wollte:

Ich liebe uns doch alle!

30
Okt
2009

Systemkritik (#1)

Honni

Kapitalismus mit den Nachteilen des Sozialismus ist doch auch Scheiße.
Ich renne seit Tagen vergeblich durch die Stadt auf der Suche nach einer 0.5 Liter Isolierkanne. Enzymtabletten für harte Kontaktlinsen sind im Moment absolute Mangelware. Und versuchen Sie mal gescheite Vorhänge zu bekommen! Ganz zu schweigen von passenden Staubsaugerbeuteln. Oder großen Schuhanziehern (Coole Stiefel gabs neulich. Für kurze Zeit.) Zudem scheinen halbwegs ansehnliche Wachstuchdecken nur unterm Ladentisch an Privilegierte verteilt zu werden.
Und um meine kaputte Heizung kümmert sich auch kein Aas.

27
Okt
2009

"Was ist der Hashtag?" - Das 1. Jour Fitz

Jourfitz

O.k., dass ich wieder nicht den Mann meines zukünftigen Lebens treffen würde war klar, trotz Eisprung und somit günstiger Hormonkonstellation. Dass aber alle, wirklich alle, ausnahmslos alle und jeder über ein Smartphone verfügte und somit an den Kreislauf des Lebens und der Dinge angeschlossen war, während mir nur der Übersprungshandlungsgriff zum stummen Handy (Baujahr 1992) blieb, hat mich in einen finsteren Abgrund der Frustration gestürzt. Allein der Begriff 'Handy'! Der muss doch in den Ohren meiner smartphonenden Twitter-Kameraden klingen wie ein Lemma aus dem Lexikon der bedrohten Wörter.

Ich frage mich neidlos aber ernsthaft, wie Leute, die scheinbar nichts anderes machen, als eine Timeline nach der anderen zu ziehen, sich so etwas leisten können. Bestimmt arbeiten sie in den kleinen Zwitscherpausen hart und unerbittlich und tun nur so als würden sie den ganzen Tag vor sich hin prokrastinieren. Und wahrscheinlich bin ich mit mir zu selbstidentisch.

Da ich weder ein Medium zum Twittern noch ein Lebewesen zum Flirten hatte, habe ich mich nach dem Schlussapplaus schnell davon gestohlen. Jetzt werdet Ihr zu recht einwenden, dass das mit der Flirterei ja nix werden kann bei meinem Aufbruchstempo. Stimmt, aber ich spüre das wie ein Fluidum, ob jemand anwesend ist, der sich von Landwirtschaft, Luftschifferwesen und Fußball nicht gelangweilt fühlt. Andere Themen habe ich leider nicht drauf.

Ansonsten war das 1. Jour Fitz aber recht unterhaltlich. Der in unserer kleinen Welt berühmte Vergraemer aka. Jan-Uwe Fitz und vice versa gab einen launigen Conferencier und geschickten Mikrophonhalter. Lisa Rank aka. Kumullus las aus ihrem demnächst erscheinenden Roman Und im Zweifel für dich selbst. Obwohl ich kein Fan von Introspektiven bin, hat mir der Text wirklich sehr gefallen: Die sprachliche Präzision, die Zerbrechlichkeit und die Keckheit, die trotz des traurigen Themas immer wieder durchbricht. André Krüger aka. Bosch und Michael Bukowski aka. mbukowski waren auch toll, aber das könnt Ihr beim Gastgeber besser nachlesen.

Twitter ist vom Teufel. Ihr, die Ihr bislang standhaft wart: Fangt gar nicht erst damit an! Und wenn, steckt Euch doch mal bei solchen Versammlungen ein Namensschildchen ans Revers. Dann klappt's vielleicht auch mit dem Flirten.

Handy, meins

20
Okt
2009

Personografie

Stockholm_1

Person
Per-Sono
per sonus
Durch den Schall.

(Ich bin eher so der visuelle Typ. Hab ein Personen-Visum.)

16
Okt
2009

Ein Hoch auf Olympia Snowe

When history calls, she said, history calls.

15
Okt
2009

Demokratie ist nicht nur Fun

Tu was! Unterzeichne! Jetzt!

14
Okt
2009

Zitate für Genießer #1

PuppeTrotzdem sah K. ein Weilchen lang zur Tür hin, hinter der die Mädchen jetzt still auf den Stufen saßen. Nur eines hatte einen Strohhalm durch eine Ritze zwischen den Balken gesteckt und führte ihn langsam auf und ab.

Franz Kafka, Der Prozeß, S. 156f.

9
Okt
2009

8
Okt
2009

Wirkt!

Habe ein tolles Mittel gegen Depressionen entdeckt: Glücklich sein.

6
Okt
2009

Neulich noch

Miniermotte 1.09.2009

Sah aus wie Herbst, war aber die Miniermotte.

1
Okt
2009

Shirt Message Service

I am, I am, I am.

Sylvia Plath, The Bell Jar

Born wild, live free forever

Könnte man nicht auch anders? Sollte man?

Ach, dreht einfach mal die Boxen auf!
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Terra Tractorica

Ich liebe Land

(*)

Traktort. Nirgends. ______________________________________ Nach Ithaka heimzukehren, dabei ist es geblieben, erfordert und verlohnt den weitesten Umweg. Hans Blumenberg

___LAND-ART___

___Stammtisch___

Wem nicht viel zu selten!...
Wem nicht viel zu selten! Wem nicht!
Anousch O. - 3. Dez, 00:21
wer der/ braunen/ ackerkrume/ huldigt...
wer der/ braunen/ ackerkrume/ huldigt ist ein braver/ traktorist
ovid (Gast) - 2. Dez, 22:56
Mich auch, aber viel...
Mich auch, aber viel zu selten :)
walhalladada - 2. Dez, 22:40

___Meine Kommentare___

Wann steigt die Party? Von...
Wann steigt die Party? Von Herzen herzlich Anousch
schneck08 - 5. Dez, 15:47
Wem nicht viel zu selten!...
Wem nicht viel zu selten! Wem nicht!
AnjaOdra - 3. Dez, 00:21
Brüste wärmen....
Brüste wärmen. Dazu sind sie ja da!
AnjaOdra - 2. Dez, 19:23

___Zwitschern und Reisen___

___Erbauungsliteratur___



Arno Orzessek
Schattauers Tochter

***Aktuell***

Haruki Murakami: Sputnik Sweetheart

Partha Dasgupta: Die Weltwirtschaft

Heiner Greten (Hg.): Innere Medizin

___Ernte-Wetter___

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___Fundgrube___

 

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Zuletzt aktualisiert: 4. Dez, 17:18

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* * *

You are The Empress

Beauty, happiness, pleasure, success, luxury, dissipation.

The Empress is associated with Venus, the feminine planet, so it represents, beauty, charm, pleasure, luxury, and delight. You may be good at home decorating, art or anything to do with making things beautiful.

The Empress is a creator, be it creation of life, of romance, of art or business. While the Magician is the primal spark, the idea made real, and the High Priestess is the one who gives the idea a form, the Empress is the womb where it gestates and grows till it is ready to be born. This is why her symbol is Venus, goddess of beautiful things as well as love. Even so, the Empress is more Demeter, goddess of abundance, then sensual Venus. She is the giver of Earthly gifts, yet at the same time, she can, in anger withhold, as Demeter did when her daughter, Persephone, was kidnapped. In fury and grief, she kept the Earth barren till her child was returned to her.

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