Was macht Ihnen denn an diesem Clichémonat so zu schaffen, Frau Anousch und im gleichen Atemzug gefragt: Was hindert Sie daran, für sich persönlich den ewigen April einzuläuten...?
Ach, wissen Sie, dieser Clichémonat hält einem doch nur die Fratze des eigenen Scheiterns entgegen. Was man bis Mai nicht geschafft hat, wird nimmermehr etwas. Insofern kann man sich getrost zurücklegen und den Hummeln beim bummeln, den Vögeln beim vögeln oder den Direktor beim Baumbeschnitt zugucken.
Diese maiische Schönheit macht mich hochnervös. Für mein Seelenheil ist eine monochrome Novemberlandschaft das Optimale.
Trotz allem bin ich eine passionierte Gärtnerin.
Und Ihr Vorschlag, den ewigen April einzuläuten, ist wiedereinmal von unnachahmlicher Güte! Es wirkt auch schon...:-)
Es ist die Zeit, in der die Katzen schreien,
die Dichter unermüdlich Verse speien:
Ring um die Augen – Ringe um die Finger,
heil Dir, oh Frühling, milder Rentenbringer!
Peter Grund (d.i. Otto Mainzer):
Der zärtliche Vorstoss in sechsundsechzig Gedichten.
Paris: Les presses modernes, 1939
Diese maiische Schönheit macht mich hochnervös. Für mein Seelenheil ist eine monochrome Novemberlandschaft das Optimale.
Trotz allem bin ich eine passionierte Gärtnerin.
Und Ihr Vorschlag, den ewigen April einzuläuten, ist wiedereinmal von unnachahmlicher Güte! Es wirkt auch schon...:-)
Wie einst im Mai...
Es ist die Zeit, in der die Katzen schreien,
die Dichter unermüdlich Verse speien:
Ring um die Augen – Ringe um die Finger,
heil Dir, oh Frühling, milder Rentenbringer!
Peter Grund (d.i. Otto Mainzer):
Der zärtliche Vorstoss in sechsundsechzig Gedichten.
Paris: Les presses modernes, 1939